Even und Bruce, Teil 1

Leise seufzend, stellt der Blauhaarige seinen Discman etwas leiser, zu seinem Bruder hinübersehend, kräftig den Kopf schüttelt. Wendet er sich dann wieder dem Bewerber zu. "Es tut mir leid, ihnen sagen zu müssen, daß sie mehr als ungeeignet sind. Ihre Bewegungen sind viel zu stümperhaft, wirken gestellt und ungelenkig. Daß sie vier Jahre Erfahrung haben, sieht man ihnen leider auch nicht an. Und ihre Tanzschule würde ich auf Schadensersatz verklagen." Legt Evan nun dem Bewerber seine Mappe wieder vor, nickt der junge Mann nur, fast den Tränen nahe ist. Nimmt er sie wieder auf, bedankt sich mit schwer verhaltenem Frust, leise schluckend, als er zur Tür hinausstürzt. Seufzt der Indianer leise, zu Even blickend. "Das war ja wieder mal sehr freundlich von dir, aber wirklich ..." Zuckt der Blauhaarige nur mit den Schultern. "Wenn es die Wahrheit ist ?" Seufzt David leise, dann nickt. "Gut, dann werde ich den Nächsten holen lassen ... wer steht denn noch auf der Liste ?" Leise Frage Davids, seufzt Even resigniert auf, auf die Liste blickend. "Ein Bruce O'Connel ..." Nickt David sacht. "Gut, dann hol ihn rein, und sei diesmal etwas freundlicher !" Nickt Even, dabei mit den Schultern zuckt, als er die Kopfhörer abnimmt, hinausgeht.

Nur kurz seinen Kopf von der Zeitschrift hebend, als der junge Bewerber aus dem Besprechungszimmer läuft, seufzt Bruce leise ... beachtet den laut schluchzenden, jungen Mann nicht weiter, ebensowenig die neugierigen, teils neidischen, teils lüsternen Blicke der anderen Bewerber, ehe er sich wieder dem Artikel widmet. Erneut seinen Kopf ein wenig hebend, als die Tür des Besprechungszimmers sich öffnet, nickt er unmerklich, als der Blauhaarige seinen Namen ruft - legt die Zeitschrift ordentlich wieder zurück, ehe er geschmeidig aufsteht, nun zu dem Zimmer geht, in das der Blauhaarige wieder zurückgekehrt ist. Die Tür hinter sich schließend, nickt Bruce kurz zu den beiden Männern in dem Zimmer - geht dann vor zu dem Schreibtisch, leicht den Kopf neigend, ehe er ihnen sein Portfolio vorlegt. "Ich grüße sie ... mein Name ist Bruce O'Connel, ich möchte mich um die ausgeschriebene Stelle als Modell bewerben." Sich auf das Nicken Davids setzend, schlägt der Grünhaarige seine Beine locker übereinander, die Hände auf dem Knie verschränkend ... lächelt ein wenig, als die Beiden sich die Mappe durchsehen, ehe er wieder leise, doch deutlich, spricht. "Wie sie sehen können, habe ich bisher in verschiedenen Welten arbeiten können ... dies wäre mein erster Auftrag auf Iridian02." Nun wieder schweigend, bemerkt Bruce sehr wohl den Discman, den der Blauhaarige trägt - dessen finsteren, leicht skeptischen Blick auf die Fotos, der immer wieder auch zu ihm schweift. Seine Pheromone bewußt zurückschraubend, huscht nur wieder ein leises Lächeln durch die schönen Züge des Schlanken - glitzert für einen Augenblick die dünnere Silberhalskette aus Figaropanzer bei einer Bewegung im Licht auf, ebenso wie die schlichten Ohrketten aus dünnem Figaropanzer, die schlichten, schlanken Silberreifen an dessen Handgelenken.

Den Worten Bruce lauschend, nickt David immer wieder. Liegt noch immer der finstere Ausdruck auf den Zügen Evens, als er seinem großen Bruder die Mappe aus der Hand nimmt, sie sich nun Alleine durchsieht. Hatte sich David ebenso einige andere, wichtige Unterlagen angesehen, nun darauf wartend, was sein Bruder zu den Bildern meinte. Gefielen sie dem Indianer recht gut. Blickt er Even nun in das noch immer skeptisch wirkende Gesicht, nun fester spricht. "Und, was meinst du ?" Hebt Even Lee nur eine Braue, David aus den Augenwinkeln ansehend. Fand er eigentlich Nichts, an dem er herummäkeln könnte, nickt er nur sacht, ehe er mit seiner tiefen, dunklen, jedoch angenehmen Stimme spricht. "Eigentlich ganz gut, aber ich denke, daß der Schritt des jungen Herrn doch auf einigen Bildern zu groß für die Hose war." Blickt er nun zu Bruce hinüber, kurz seinen Blick auf dessen Schritt legend, reicht er die Mappe dann seinem Bruder wieder, nickt. Seufzt der Indianer leise, seinen Bruder mit einem giftigen Blick ansieht, sich dann Bruce widmet.

Dieser hatte leise lächelnd den Blick auf seinen Schritt bemerkt, ihn einfach übergehend, ehe er zu den Beiden spricht. "Ich weiß, daß dies den Eindruck erweckt - Lord Franquin legt sehr großen Wert auf einen solchen Schnitt in seiner Mode, die gesamte Kollektion ist darauf aufgebaut. Auf dieser Präsentation in Helisburg können sie es sehr gut sehen - sämtliche Bilder, die sie beanstanden, stammen aus derselben Präsentation." Sich für einen Moment vorbeugend, auf eines der Fotos weisend, lehnt sich Bruce nun wieder zurück ... verschränkt die schlanken Hände wieder über dem Knie, die Beiden aus leicht geschlossenen Augen betrachtend.

Bei der durchgehend edel wirkenden Bewegung des jungen Grünhaarigen blickt der junge Asiatenmischling auf, sich dann aufrecht hinsetzend. Muß er innerlich selbst zugeben, daß er von diesem Designer schon gehört hatte, ihn aber nicht besonders atemberaubend fand. Nickt Even nun sacht, leise seufzend. Verstand dieser Bruce etwas von seiner Arbeit, sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen ließ, und bei weitem nicht so stümperhaft wirkte, wie die Anderen vor ihm. Spricht David nun wieder, dabei den Blick kurz zu seinem Bruder schweifen läßt, ehe er wieder zu Bruce sieht. "Ich muß zugeben, daß ich Heute bisher noch keine bessere Mappe vorgelegt bekommen habe, bei Weitem nicht." Blickt er dann wieder zu Even, ihn fragend ansieht. Zuckt dieser nur mit den Schultern, die Kopfhörer seines Discmans wieder aufsetzt, die Augen schließt, als er die Musik wieder lauter stellt. Seufzt David genervt auf, schließlich zu Bruce nickt. "Ich bin sehr beeindruckt. Da sie uns eine Adresse beigelegt haben, werden wir uns denke ich, wieder melden, sollten wir uns entschieden haben." Steht David nun auf, sich freundlich von Bruce verabschiedet, der junge Blauhaarige sich nicht Einmal dazu bequemt, die Augen zu öffnen.

"Es war mir eine Ehre, meine Herren ... ich wünsche ihnen noch viel Erfolg bei dem weiteren Casting, ich bin sicher, wir hören voneinander." Sich mit diesen Worten geschmeidig erhebend, verabschiedet Bruce sich nun freundlich, leise dabei lächelnd - nimmt jetzt sein Portfolio, dabei mit den Fingerspitzen unmerklich die Hand Davids berührend, ehe er sich nun wieder umdreht, die Türe leise öffnet, geht, keinen Laut dabei verursachend.

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Hatte Even nicht reagiert, seine Kopfhörer ebenso nicht abgenommen. Blickt er erst auf, als ihm David gegen den Arm schlägt, er nun doch seine Kopfhörer abnimmt. "Was ist ?!" Brummt er laut vor sich hin, als ihn der Indianer anblickt, sichtlich wütend ist. "DU bist krankhaft veranlagt. Musste das sein ? Er ist gut, mehr als nur gut .... wir können ihn brauchen, und du machst ihn so doof von der Seite an ! Mensch, zum Glück ist er gut, sonst wäre dir nur noch was Dümmeres eingefallen, du, du......." Kocht David fast, lächelt Even nur kalt, dann mit den Schultern zuckt. "Na und, er hat sich nicht von meinem dummen Mundwerk beirren lassen, was schon zeigt, das er gut ist. He – wer hat hier als Tänzer und Choreograph gearbeitet ? Ich, oder ? Ich weiß, worauf es ankommt.... und wenn er das Zeug dazu hat, dann merk ich das, und er hats, glaubs mir." Verstummt Even nun, seine Musik wieder lauter drehend, David nun ignorierend, wispert er nur leise, kurz vor sich hin, als er seine Augen schließt. "Den Rest der Bewerber kannst getrost Heim schicken, wir haben unseren Mann." Seufzt David nur leise, als Even nun gar nicht mehr reagiert. Schlägt ihm der Große eine Mappe auf den Kopf, sie schließlich auf den Tisch wirft. "Ist gut, ich sag den Armen da Draußen Bescheid, können sich freuen, nicht zu dir gekommen zu sein.... hätte vielleicht vorzeitig ihre Karriere beendet." Verschwindet David nun, die anderen Bewerber wieder nach Hause schickt.

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Leise summend auf die Straße tretend, schmunzelt Bruce leise, als er an das Bewerbungsgespräch denkt .... geht dann wieder in die Richtung der großen Parks, als er auf einer Bank den jungen Mann sieht, der zuvor weinend aus der Agentur gelaufen ist, nun völlig desillusioniert auf einer Parkbank hockt. Sich jetzt neben diesen setzend, lächelt der Grünhaarige zu dem hübschen, jungen Mann ... wispert ihm leise ins Ohr, liebevoll dabei lächelnd. Dieser sieht nun völlig verblüfft auf - lächelt ein wenig schüchtern, ehe er nickt, mit Bruce zu dessen Wohnung geht, dabei zögernd den Arm um den Schlankeren legend. Dort angekommen, fällt dem Braunhaarigen fast der Rucksack herab, als er die Einrichtung sieht - zieht ihn Bruce nur lachend ins Schlafzimmer, ehe er erneut in dessen Ohr wispert, schließlich sanft über die Röte in dessen Wangen küßt, die Knöpfe an dessem Hemd öffnet.

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"Es reicht, Even !!!" Wütende Worte seines Bruders, der neben der jungen Frau steht, diese fast den Tränen nahe ist. "Kritik schön und gut, aber du hast die Grenze inzwischen deutlich überschritten, was ist nur mit dir los ?" Keine Antwort, die David von seinem Bruder erhält, der fast am Überkochen ist. Deutet er mit dem Finger auf die Türe. "Verschwinde Even, ich will dich nicht mehr sehen. Kannst von mir aus bleiben, wo der Pfeffer wächst !" Zuckt Even mit den Schultern, den Raum verlässt, in dem die Fotos gemacht werden. Hatte David schon diesen Bruce O'Connel angerufen, ihm Bescheid gegeben, daß er das neue Model wird. Seufzt Even Lee leise, als er das Haus verlässt. Mit der Wodkaflasche auf die zwei Meter hohe Mauer sitzt, sich schließlich eine Zigarette ansteckt, den Vögeln zusieht. Huscht nur kurz ein kleines Lächeln über seine Züge, ehe er sich auf die Mauer legt, die Herbstsonne auf seinen Bauch scheinen lässt, grad mal ein dünnes Shirt trägt.

Leichtes Rauschen, als ein Herbstwind durch die Blätter der Bäume fährt ... mit sich ein leises, wortloses Singen bringt, das rasch lauter wird, zu einem Summen vermindert, während es näherkommt ... dann das leise Geräusch eines weichen Lederstiefels, unten an der Straße, ehe es neben dem Blauhaarigen auf der Mauer erklingt, das ebenso leise Rascheln eines Ledermantels. "Ich denke, die Kälte hält dich eher jung, als der Wodka ... allerdings konserviert der von innen ..." Samtene, leicht neckende Worte, die nun mit dem Wind zu Even wehen ...

Hatte Even schon lange die Anwesenheit des Grünhaarigen bemerkt. Öffnet er nun eines der blauen Augen, kurz Bruce musternd, ehe er sich geschickt aufrichtet. Dem Grünhaarigen den Rauch der Zigarette ins Gesicht bläst. "Die Einen nehmen Faltencreme, ich mag lieber das...." Dunkle Worte des Blauhaarigen, wieder einen tiefen Schluck des Wodkas nehmend, die Flasche schließlich auf die Mauer stellt.

Kurz schmunzelnd einen Windhauch den Rauch wegwehen lassend, betrachtet sich Bruce sein Gegenüber ... nimmt nun mit der Fingerspitze einen Tropfen des Wodkas vom Flaschenhals, streicht ihn auf seine schmalen Lippen, ehe er sich zu Even beugt, ihn sacht auf die Lippen küßt, leise wispert. "So leicht, wie die Anderen, verschreckst du mich nicht ..." Sich jetzt wieder lösend, lacht der Grünhaarige leise, samten, ehe er herabspringt, noch Einmal lächelt, im Eingang des Hauses verschwindet ... wieder vor zu der Türe der Agentur geht, zweimal klingelt, geduldig wartet.

Dem Grünhaarigen mit einem dunklen Brummen hinterher sehend, nimmt Even seine Flasche wieder auf, nun von der Mauer springt. Verschwindet er nun mit einem noch finsteren Gesicht. Öffnet im gleichen Moment eine junge Frau die Türe, sacht lächelnd, als sie Bruce sieht. "Sie müssen Herr O'Connel sein, oder ? Wir erwarten sie schon." Blickt kurz zur Seite, scheint Etwas zu suchen. Nickt sie dann dem Grünhaarigen herein zu kommen, die Türe hinter ihm schließt. Bringt sie ihn schließlich zu David, der sich gerade noch mit dem jungen Model herumärgert, sie die Requisite beschädigt hatte. Sieht er auf, als der junge Mann hereinkommt, wieder lächelt, die junge Frau eine Pause machen schickt. "Herr O'Connel .... schön, Sie zu sehen." Kommt der Indianer nun zu dem jungen Mann, ihm zur Begrüßung die Hand reicht.

Die Hand mit einem kurzen, festen Händedruck annehmend, lächelt Bruce nun freundlich, strahlt es auch aus seinen Augen ... betrachtet er sich das Studio für einen Moment, ehe er zu dem Größeren spricht. "Die Freude ist ganz meinerseits, Herr Natahe ... womit möchten sie mit mir beginnen ?"

Ein Nicken des Indianers. "Heute Morgen war die Agentin schon da, hat Alles mit mir besprochen. Sie hat mir genaue Anweisungen gegeben. Wenn Sie wollen, können Sie es sich durchsehen, und wir beginnen mit der ersten Session." Blickt David nun auf, als die Tür aufgeht, Even gerade hereinkommen will. Flucht David leise vor sich hin, an Bruce vorbeigehend, zu seinem Bruder schnauzend. "Schieb deinen Arsch sofort wieder hinaus, und zwar sofort ! Ich will dich Heute hier Nicht mehr sehen, damit das klar ist !!" Brüllt David lauthals, der Sekretärin nur ein Lächeln abringt, genauso einigen anderen der Models. Konnte ihn eigentlich Niemand so recht leiden, war er in letzter Zeit schlimm geworden.

Bei dem Wutausbruch nur eine seiner Brauen hebend, huscht wieder ein Lächeln über die Züge des Grünhaarigen ... dann kommt er zu dem Indianer, legt ihm für einen winzigen Moment die schlanke Hand auf den Arm, ehe er sie wieder wegnimmt, zu ihm spricht. "Mich stört es nicht, wenn er dabei ist ...ich denke, sie werden mich Beide fordern wollen bei der Session, nicht wahr ?" Leise, beruhigend sanfte Worte, die nun verstummen, als Bruce sich erneut leise schmunzelnd umdreht ... zurück zu Davids Schreibtisch geht, in der Auftragsmappe der Agentin blättert.

Nun tief einatmend, ebenso laut ausamtend, nickt David nur, sich sichtlich beruhigt. Knallt Even allerdings hinter sich die Türe zu, nicht ins Studio kommt. Seufzt David leise, als er sich wieder zu Bruce umdreht, mit ihm nun zusammen die Mappe durchgeht.

Bei einigen der Aufträge kurz nachfragend, nickt der Grünhaarige schließlich ... geht in die Umkleide, sich jetzt umziehend, innerhalb von Minuten die Kleidung wechselnd, ehe er sich dezent seine Augen mit schwacher Farbe unterstützt, wieder zu David geht. Nun mit ihm eine Bewegungsstudie nach der Anderen durchgehend, wechselt Bruce immer wieder die Kleidung, gekonnt mit der Form seiner Haare spielend, wenn er sie offen trägt, flicht oder zusammennimmt ... vergeht die Zeit dabei unbemerkt wie im Fluge.

Später am Abend sind Einige der Models schon gegangen, Feierabend machen. David noch mit Bruce, einigen anderen Damen und einem jungen Mann im Studio ist, für den nächsten Tag noch Einiges besprechen. Wird plötzlich die Türe wieder aufgerissen, erschrickt eine der jungen Frauen, wütend zu Even blickt, der seinen Kopf herein gesteckt hatte. "He, es ist spät, die Leute wollen Essen .... hab uns nen Hühnchen gemacht." Blickt er nicht zu der jungen Frau, die er noch am Vormittag beschimpft hatte - ein Huhn weniger Cellulitis hätte als sie. Sieht man ihr deutlich ihren Gedankengang an, zieht Even nur den Kopf ein, als er den vernichtenden, bösen Blick seines Bruders sieht. "Ist gut, ich schmeiß mich selbst ja schon wieder raus..." Schließt er nun die Türe hinter sich, verschwunden ist. Atmet David erleichtert ein, nun zu den Models blickend. "Gut, wo er recht hat, hat er recht. Es ist spät, geht Heim und macht euch noch einen schönen Abend, ihr habt ihn euch verdient." Lächelt er nun den Damen zu, die sich verabschieden, ebenso der junge Mann. Blickt David nun zu Bruce, sacht lächelt. "Sie sind wirklich gut ..... wenigstens da hatte dieser Nichtsnutz recht." Blickt er nochmals zur Tür, tief seufzend. "Sie sollten nun auch gehen, Morgen fangen wir schon um 8 Uhr an."

Erneut für einen Moment lächelnd, nickt der Grünhaarige, während er sich nun seine Armreifen über die Handgelenke streift ... klingen sie leise, als er zu David kommt, dabei in sein Chasuble schlüpft. "Ich danke ihnen, Herr Natahe ... mir macht die Arbeit als Model sehr großen Spaß. Wir sehen uns Morgen um Acht ... auch wenn ich ihren Rat leider nicht befolgen kann, mein Abend fängt nun erst an." Erneut lächelnd, wendet Bruce sich jetzt ab, streifen für einen Lidschlag seine langen Haare den großen Indianer ... dann ist er schon durch die Türe des Aufnahmeraums verschwunden, geht, leise dabei summend, nach draußen. Dort für einen Augenblick in der Kälte schauernd, lacht der Grünhaarige leise auf - wendet sich schließlich um, der Straße folgend, wieder leise dabei summend.

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Hatte sich Even am letzen Abend, nachdem die Models alle gegangen, waren nochmals mit seinem Bruder angelegt gehabt. Stinkt es ihm gewaltig, was David die ganze Zeit mit ihm abzog, war er schon seit Jahren kein Kind mehr, wusste, was er tat. Seufzt er leise, als er die Türe der oberen Etagenwohnung schließt, welche über der Agentur lagt. Geht Even die schmale Treppe hinüber, aufblickt, als er Etwas spürt. Seufzt er nochmals leise, die Türe schließlich aufreißt, direkt vor Bruce steht. Blickt er zu den Grünhaarigen hinunter, zur Seite tritt, diesen hereinlassend. Fährt auch schon der silberne Van vor, scheint zu warten. Nickt er nochmals zu Bruce. "David is schon drin und wartet." Völlige Kälte, die in den Worten Evens liegt, er seine E-Gitarre über die Schulter geschnallt trägt.

Mit einer hochgezogenen Braue und einem unmerklichen Schmunzeln den Größeren musternd, nickt Bruce auf die Worte des Blauhaarigen ... schmunzelt nun erneut, ehe er leise spricht. "Du magst die Kälte, hm ? Sie paßt auch zu dir ... und viel Spaß noch beim Spielen." Sich mit diesen Worten verabschiedend, wendet der Grünhaarige sich nun wieder ab, tritt durch den Eingang, sein Chasuble dabei aufknöpfend, die langen Haare über den Kragen streichend.

War Even nur mit einem Nicken verschwunden, kein weiteres Wort von sich gebend. War er in den Van eingestiegen, mit seinen wenigen Freunden losgefahren, würden sie in ihr kleines Studio gehen, das etwas weiter in der Stadtmitte lagt. Eigentlich eher ein Keller war. War er einfach gegangen, hatte er David nicht gesagt, daß er fortging, es ihm eigentlich auch egal war. Seufzt David leise, aufblickt, als er Bruce sieht, lächelt. "Guten Morgen, Herr O'Connel." Steht er nun auf, zu dem Grünhaarigen hinübergehend.

"Guten Morgen, Herr Natahe. Ich bin bereit, wenn sie es sind ?" Leise, leicht neckende Worte des Grünhaarigen ... dann schüttelt er dem großen Indianer die Hand, ehe er beginnt, sich umzuziehen, für die Aufnahmen fertigzumachen.

Blickt David wieder auf, als Bruce zurückkommt. "Haben sie vielleicht meinen Bruder gesehen ? Er hatte versprochen hier noch Etwas umzuräumen." Legt er nun einige der Stifte beiseite, kurz eines der anderen Models begrüßt, als es hereinkommt, sich ebenso umziehen geht.

Ein wenig verwundert die Braue hebend, nickt der Grünhaarige jetzt ... weist kurz mit einer Kopfbewegung nach draußen, ehe er David antwortet. "Ja, habe ich ... er ist vorhin in einen Van eingestiegen, hatte eine E-Gitarre um seine Schultern hängen. Er erwähnte nur, daß sie mich erwarten würden ..."

Ein tiefes Grummeln, dann ein Fluchen des Indianers. "Die ...... oh Mann. Die und ihre Mistmusik. Seit Even mit diesen Verlieren rumhängt, geht's immer weiter mit ihm bergab ..... ich versteh ihn einfach nicht mehr ......" Brummelt dann noch eine Weile vor sich hin, schließlich zu Bruce nickt. "Gut, dann fangen wir an." Seinen Unmut nun beiseite schiebend, zeigt Nichts mehr davon, daß er wütend ist.

Nur kurz nickend, stellt sich Bruce ebenso wie die Mädchen in Position ... bemerkt man ebensowenig in seinem leisen Lächeln, den anderen Emotionen, die er auf den Aufnahmen zeigen soll, die tiefen Gedanken, die in ihm wabern. Nur manchmal, in den ruhigen Minuten beim Umziehen oder wenn David eine Pause eingeht, summt Bruce ein wenig ... verstummt es meist, ehe er wieder nach Vorne kommt, oder wenn ihn eines der Modells anspricht. Erst gegen Abend, als die Mädchen unkonzentrierter werden, nickt der Grünhaarige unmerklich ... geht zu David vor, ihm die Hand sacht auf den Arm legend, ehe er leise zu ihm spricht. "Es ist schon spät, Herr Natahe .. vielleicht ... sollten wir Morgen weitermachen, ein wenig Schlaf wird uns guttun."

Bei den Worten Bruces nickend, seufzt der Schwarzhaarige leise. Steht nun auf. "So, ihr könnt heimgehen.... ist schon spät. Schlaft Euch aus, Morgen müsst ihr allerdings erst um 10 Uhr kommen, da ich vorher noch einen Termin habe." Freuen sich einige der Mädels mehr als nur, etwas länger schlafen können. Gehen auch die Visageistinnen. Holt David nun wieder tief Luft, zu Bruce lächelnd. "Gut, wir sehen uns, denke ich, morgen Vormittag wieder."

"Natürlich, Herr Natahe. Die Kollektion ist noch nicht fertig ... einige Aufahmen fehlen ihnen noch." Sich nun wieder umwendend, seine alte, schwarze Kleidung anziehend, achtet Bruce darauf, die Modell-Anzüge wieder fein säuberlich zusammenzulegen ... ehe er noch Einmal kurz nickt, auf die Straße tritt, für einen Augenblick das Mondlicht auf seiner sonnengebräunten Haut genießend.

Hatte Even nur kurz aufgesehen, als ein paar der Models gegangen waren, noch Einmal, als er Bruce gespürt hatte. Beachtet er ihn jedoch nicht weiter, sich wieder seinem Block widmend. Saß er schon wieder auf der Mauer, mit dem Rücken an die Hauswand gelehnt. Überlegt er einen kleinen Moment, einfach wieder wild drauf losschreibend. Brauchte er nur das Mondlicht, es ihn besser sehen ließ.

Sich leise summend umdrehend, geht Bruce an der Straße entlang ... lächelt nun unmerklich, als er den Blauhaarigen sieht, ehe er hochspringt, sich auf die Mauer neben dem Größeren setzt. Für einen Augenblick die Brauen ein wenig senkend, die Augen leicht schließend, spricht der Grünhaarige nun leise, in den Notenblättern lesend. "Das klingt gut ... ein wenig mehr Tempiwechsel vielleicht, damit es flüssiger wird. Singst du selbst oder schreibst du für Andere ?" Ehrliche, höfliche Neugier, die durch seine leise Stimme klingt ...

Nur kurz bei den Worten Bruce aufblickend, verknüllt Even das Papier, nachdem er es abgerissen hat. Es in den nächsten Papierkorb feuert. "Ist nicht so wichtig .... ist eh nur Müll." Steckt er nun seinen Stift in die Feder des Blockes, aufsteht, von der Mauer springt. Wirft er Bruce nur ein dunkles, brummendes "Gut Nacht ....." an den Kopf, schließlich zwischen dem Dickicht hinter der Mauer verschwindet.

Nur wieder leise schmunzelnd den Kopf schüttelnd, blickt Bruce dem Blauhaarigen hinterher ... springt dann selbst herab, holt sich das Notenblatt aus dem Papierkorb, steckt es ein, ehe er leise summend zu sich nach Hause läuft. Dort angekommen, schließt er die Tür hinter sich ab ... zieht sich Chasuble und Stiefel aus, ehe er sich an seinen Tisch setzt, das zerknüllte Notenblatt entfaltet, glattstreicht, grübelnd betrachtet. Nun seinen eigenen Notenblock aufnehmend, beginnt Bruce die Noten, den Text zu übertragen, zwischendurch den Rhytmus oder einzelne Noten abändernd, ehe er das Original sanft beiseitelegt ... tippt sich nun grübelnd mit dem Stift auf die Lippen, ehe er seine Augen schließt, anfängt, dieses Lied zu singen. Ein weiteres, ein drittes Mal erklingt der düstere, melancholische Gesang, lediglich ein wenig höher, da der Grünhaarige nicht so dermaßen tief mit seiner Stimme kommt, wie es in dem Notenblatt geschrieben wurde. Dann ein leises Nicken, als Bruce nurmehr summt, anfängt, weiterzuschreiben, zwischendurch an sein Keyboard gehend, dort den Klang, die Melodie überprüfend. Nach etwas mehr einer Stunde nickt der Grünhaarige schließlich, lächelt sanft ... rollt sein Notenblatt ein, versiegelt es, ehe er sich nun wieder seinen eigenen Liedern widmet, die Zeit um sich vergißt.

Seinen Block auf den Schreibtisch zu dem anderen Zeugs werfend, flucht Even leise vor sich hin. Knipst er das Licht an, die Fensterläden verschließt. Setzt er sich auf das Bett, die kniehohen Stiefel ausziehend, wirft er sie mit einem Fluchen gegen die Wand. Zieht er noch sein Hemd, die Jeans aus, ehe er sich rückwärts auf das Bett fallen lässt, seine Augen schließt. Was erlaubte sich dieser Grünhaarige eigentlich, an seinem Scheiß herumzukritisieren. War es sein Problem, was er für einen Scheiß schrieb, oder für wen oder was. Ging es ihn überhaupt Nichts an ! Schließt er seine Augen, als es an seinem Zimmer anklopft, David den Kopf hereinsteckt. "Wo warst du den lieben langen Tag ? Du hattest versprochen, unten die Bretter aus dem Studio zu bringen ! Mensch ..... was ist los mit dir ?!" Barsche Frage Davids, aber auch eine Spur Sorge in den Worten des Indianers. "Ist es noch immer wegen Jason ? Hör zu, er ist ......." Brummt Even leise vor sich hin, sich aufrichtet. "Lass mich in Ruhe .... ich kanns nicht mehr hören." Schüttelt David den Kopf, leise seufzt. "Er ist tot, Lee. Tot .. verstanden ?" Blickt der Blauhaarige zu seinem Bruder auf, aber sofort wieder seinen Blick abwendet, sich zur Seite dreht, Nichts mehr hören will. Seufzt David nochmals leise, auf den Tisch mit den ganzen Notenblättern sieht. Seufzt er nochmals leise, die ganzen düsteren, fast finsteren Musikstücke, Lieder, sieht. Schreibt Even seit dem Tod seines Geliebten daran, nichts Anderes mehr tat. Immer nur verschlossener wurde, kaum noch sprach. Und wenn, war es oft nur zu verletzend. "Gut Nacht......" Leise Worte Davids, als er die Tür hinter sich schließt, nicht mehr sieht, wie einige Tränen dem jungen Asiantenmischling über die Wangen rinnt, als er leise wispert. "Ja, ich weiß ....."

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Leise eines seiner eigenen Lieder vor sich hinsummend, zieht sich Bruce am Abend des nächsten Tages seinen fessellangen Rock an, den bis zur Hüfte hautengenden Stoff geradestreichend, ehe er sich umwendet, das Chasuble über den weit schwingenden, glockigen Rock zieht, die langen Haare aus seinem Kragen nimmt. Die anderen Modells hatten schon eher Schluß gemacht, als sie die letzten Bilder der Kollektion geschossen hatten ... nur Bruce war auf die Bitte Davids hin für ein paar zusätzliche Fotos geblieben. Sich jetzt freundlich von dem Indianer verabschiedend, tritt der Grünhaarige auf die Straße ... genießt das Mondlicht auf seinen hübschen Zügen, ehe er sich umwendet, in die hinteren Gassen geht, leise, unbewußt beginnt, das Lied des Blauhaarigen zu summen.

"Du hast es also doch aus dem Müll gezogen." Blickt ihn Even aus den blauen Augen an, diesmal auf einer anderen Mauer hockt, zu dem Grünhaarigen hinterblickt. "... und verändert, wie es scheint. Hm ..... klingt nicht schlecht, besser als mein verbrochener Scheiß ..." Blickt er dann wieder zur Seite, sich gegen die Wand lehnt.

Bei diesen Worten verstummend, dreht sich Bruce leicht zur Seite, sieht hinauf zu dem Blauhaarigen ... lächelt nun leicht, ehe er zu ihm heraufspringt, in respektvollem Abstand auf die Mauer setzt, ihn kurz betrachtet. "Natürlich habe ich es herausgezogen. Ein wunderschönes Lied ... düster, voller Gefühle ..." Für einen Moment schweigend, holt der Schlankere nun aus der Innentasche seines Chasubles das zusammengerollte Notenblatt, gibt es Even - wispert schließlich leise. "Was müssen deine Augen gesehen, dein Herz gefühlt haben, wenn deine Stimme solche Lieder singt ..." Bei diesen Worten für einen Augenblick seine Hand hebend, seufzt Bruce nun leise, senkt sie dabei wieder ... springt nun wieder von der Mauer herab, wendet sich dann zur Straße. "Du solltest deine Lieder rausbringen ... sie sind zu gut, um zu verstauben."

Kurz auf das Notenblatt in seiner Hand blickend, seufzt Even leise, nach unten sieht. "Ich glaube nicht, das Jemand so Etwas überhaupt hören will. Ich bringe noch nicht einmal meine Freunde dazu, sie zu hören. Hier, nimm es, es gehört jetzt dir. Ich habe es weggeworfen..." Hebt er Bruce die Rolle wieder hin, scheint er es gar nicht haben zu wollen.

Für einen Moment weicht das Lächeln einem ernsteren, nachdenklichen Ausdruck, als Bruce den Blauhaarigen über sich betrachtet ... dann schüttelt er unmerklich seinen Kopf, erwacht wieder das leise, ehrliche Lächeln in seinen Zügen, erreicht aber nicht die Nachdenklichkeit in den leuchtendgrünen Augen des Kleineren. "Wenn die Lieder deine einzigen Zuhörer sind, dann wirf sie nicht weg. Glaube mir ... es gibt mehr zerrissene Seelen, als du denkst, die ihren Schmerz nicht lösen können ... solche Lieder brauchen, um zu heilen. Teile sie mit ihnen ..." Leise seufzend, schließt Bruce nun seine Augen, streicht kurz über die Mauer, ehe er sich wieder umdreht - das Chasuble enger um sich schließt, als ein eisiger Wind um seinen schlanken Körper, durch die langen Haare weht.

Dem Grünhaarigen hinterhersehend, schüttelt Even nur den Kopf, nun seine Hand wieder an seinen Körper legend, die Rolle noch immer haltend, genießt er für einen Augenblick den kalten Wind auf seiner Haut. "Wird dieses Jahr ein kalter Winter......." Leise Worte Evens, als er seine Augen schließt.

Bei den leisen Worten innehaltend, dreht Bruce sich wieder zurück ... huscht für einen Moment ein sachtes Glitzern durch seine Augen, ehe er leise lächelt, ebenso leise spricht. "Es ist mein erster Winter hier auf Iridian ... du magst die Kälte, hm ? Bei dem Wind nur ein T-Shirt ... ich beneide dich."

".....meine Mutter war ein Wesen von einer Eiswelt .... die Kälte macht mir wenig aus, wenn sie nicht zu niedrig ist." Zieht er nur für einen Augenblick seine Braue nach oben, seine Beine von der Mauer hängen lassend. "Deiner erster Winter ? Dann besorg dir dicke Sachen, hier wird's mehr als nur kalt." Springt er dann von der Mauer hinunter, vor Bruce stehenbleibt.

Dieser sieht nun leise lächelnd zu dem Größeren auf, seine Augen dabei ein wenig schließend ... nickt dann unmerklich, ehe sein Lächeln ein wenig verschmitzt wird. "Mehr als nur kalt ? ... Ok. Sag mal, weißt du ein gutes Geschäft, in dem ich etwas Passendes finde - aber nicht den Krampf, der normalerweise getragen wird ? Ich steh auf Schwarz, Seide und Leder, notfalls auch Fell." Für einen Moment schweigend, wandelt sich das Lächeln auf den Zügen des Grünhaarigen wieder ein wenig ... wird nun nachdenklicher, als er seinen Kragen ein wenig aufschlägt, dabei mit seinen Haaren unmerklich den Größeren streift. "Eiswelt ... weißt du, ich war noch nicht auf sehr vielen Welten ... auf meiner Heimatwelt sind die Risse und andere Welten noch nicht bekannt, meine Freunde und ich wissen davon auch nur durch unsere Herren und deren Freund und Mentor. Aber ich bin ganz froh, daß ich jetzt hier bin - es bietet mehr Herausforderung, als meine alte Welt."

Ein Nicken des Blauhaarigen "Ich kenne auch nur Iridian, aber wenn man hier lebt, braucht man andere Welten nicht, denn hier treffen sich Alle." Überlegt er einen Moment, dann wieder sacht nickt, leise seufzt. "Ja, Jörn ..... er ist ein Designer, gerade für solchen Gothik- und Dark-Look. Bei ihm bekommst du nur schwarze Kleidung. Ob nun aus Leder, Lack, Seide oder Samt. Man findet immer Etwas, das einem gefällt. Einer meiner Freunde modelt dort mit seiner Freundin."

Nun wieder leise lächelnd, nickt Bruce zu diesen Worten ... strahlen seine Augen ein wenig, als er nun wieder lächelt. "Das klingt gut ... sag, kannst du mich hinbringen ? Ich kenne mich noch nicht so gut aus, wie ich gern würde ..."

Kurz eine Braue hebend, zögert Even bei der Reaktion des Grünhaarigen. Nickt er dann sacht. "Okay ....... es ist nur eine Viertelstunde zu Fuß von hier. Und Jörn hat etwa bis 10 offen." Nickt er dann in die Richtung, die Straße entlang.

Leise schmunzelnd, nickt Bruce bei diesen Worten - zögert einen Herzschlag, ehe er sich bei dem Blauhaarigen unterhakt, ihn sacht in die angegebene Richtung drängt, ehe er wieder losläßt, neben ihm geht, leise lächelnd spricht. "Komm ... es ist schon nach Neun, ich möchte nicht so unhöflich sein, kurz vor Ladenschluß reinzuplatzen ..."

Kurz seine Braue bei der Überschwenglichkeit Bruce hebend, nickt er nur sacht, dabei fast ein wenig den Kopf schüttelt. "Gut ......" Ist das Einzige, was er über seine Lippe bringt, schließlich losgehend, nicht mehr auf Bruce besonders achtend. Dachte er über den Kleineren nach. Versteht ihn einfach nicht. Schüttelt er nach einer Weile den Kopf, sie langsam der Stadtmitte näher kommen.

Neben dem Blauhaarigen hergehend, bleibt Bruce nahe, doch nicht zu nahe an diesem ... läßt den Blick dabei über die Innenstadt schweifen, ehe er sich wieder lächelnd zu Even umdreht, leise spricht. "Wie heißt du eigentlich ?"

Ein wenig zur Seite blickend, wendet der Blauhaarige gleich seinen Blick wieder ab. "Even ...." Knappe, ein wenig tonlose Worte des Grießgrams. Lenkt er in eine Seitenstraße ein, schließlich an vielen Restaurants, Cafes und Bars vorbeikommen. Ist zu dieser Zeit noch immer viel los, die Menschen sich auf den Straßen fast gegenseitig tot trampeln. Weicht ihnen Even aus, als wäre er es mehr, als nur gewohnt.

Dem Größeren geschmeidig folgend, berührt Bruce nicht ein einziges Mal die Passanten, lediglich seine Haare werden manchmal vom Wind in deren Nähe geweht ... achtet der Schlankere auch nicht auf die Reaktionen der Menschen um sich herum, summt leise, ehe er auf einer freieren Strecke wieder neben dem Blauhaarigen geht, das Summen versiegt. "Mein Name ist Bruce, aber das weißt du ja schon, denke ich ... obwohl dein Desinteresse bei dem Vorstellungsgespräch sehr vielsagend war, Even ..."

Hatte der Blauhaarige so langsam die Reaktionen der anderen Fußgänger bemerkt. Ziehen sich kurz seine Brauen zusammen, die Blicke der verschiedensten Lebewesen immer die selben sind. Geht er nun etwas näher an Bruce heran, muss sich ein Schmunzeln verkneifen, schließlich leise spricht. "Ich denke, die Leute reagieren auf dein ‚Deo' ....." Sich nun wieder aufrichtend, geht er weiterhin schweigend neben dem Grünhaarigen her.

Leise bei den Worten lachend, genießt Bruce sichtlich die Nähe des Größeren ... kämmt sich nun gekonnt langsam mit der Linken durch seine Ponies, weiter nach Hinten, erneut leise lachend, als zwei Frauen an der Seite daraufhin in Ohnmacht fallen, gerade noch von ihren Verehrern gehalten werden. "Das ... ist eine Art 'Erbkrankheit' meiner Familie. Mein Herr hat mir gezeigt, wie ich damit umgehen kann, es drosseln oder steigern, je nach Bedarf. Aber es macht immer wieder Spaß, zu sehen, wie mein 'Deo' auf die Leute wirkt ..." Nun für einen Moment die Augen verengend, glitzern diese leicht auf, als Bruce zu dem Blauhaarigen sieht ... samten lacht, ehe er mit leisem Schalk spricht. "Obwohl es bei dir scheinbar keine Wirkung zeigt ... nicht, daß ich es darauf angelegt habe, aber es ist faszinierend."

"So was gibt's auch als Krankheit ?" Versucht Even ein wenig witzig zu sein, auch wenn er es nicht schafft. Blickt er dann wieder zu Bruce. Schüttelt er dann sacht seinen Kopf. "Im Moment ist es noch zu schwach, um mich zu solchen Ausfällen zu bringen ....." Sieht er kurz zur Seite, wieder eine Dame sieht, die fast dahinschmilzt. "Außerdem kann ich mich beherrschen ...." Ging seine Stimme nun ein wenig höher, doch ziemlich erstaunt von den Reaktionen ist. Auch wenn er ein wenig nähergekommen war, mehr abbekommen hatte wie die Passanten, schafft er es noch, sich zurückzuhalten.

Erneut schmunzelnd, nickt Bruce bei den Worten ... konzentriert sich einen Moment, ist die Reaktion bei den Passanten fast sichtbar, welche sich jetzt nur noch verwundert umsehen, dann die Schultern zucken, weitergehen. "Verzeih ... manchmal geht der Spieltrieb mit mir durch, das kommt ... durch meinen anderen Erbfehler. Und wie gesagt... ich lege es nicht bei dir an, ich zwinge Niemanden. Nicht ... mein Stil." Für einen Moment wandelt sich der Schalk in den Augen des Grünhaarigen in ein leises Leuchten, als er an einem Schaufenster mit Silberschmuck vorbeigeht ... dann lächelt Bruce wieder verschmitzt zu dem Größeren, blitzen seine Augen dabei leicht. "Brauchen wir noch lang ?"

Hatte Even das Lächeln zu dem Laden mit dem Silberschmuck bemerkt, eine Braue gehoben. Spricht den Grünhaarigen aber nicht darauf an. "Dauert nicht mehr lange. Noch die Straße rauf, dann Rechts an der Ecke." Deutet er mit seinem Kopf in die Richtung, waren es nur noch drei oder vier Läden, die sie zurücklegen mussten.

Unmerklich nickend, blickt Bruce nun nach vorne ... sieht dann auf seine schlichte, schwarze Armbanduhr, nun wieder leise lächelnd. "Erst halb Zehn... wir haben noch ein wenig Zeit, um den Laden leerzuräumen." Schalkhafte Worte, die jedoch mit einer unüberhörbaren Vorfreude gesprochen werden ...

Bei den Worten Bruce kurz stutzend, sagt Even aber Nichts. Sich schon denken kann, was der junge Mann meinte. Geht er nun etwas zügiger, schließlich den Laden erreichen. Ist es ein mehrstöckiges Haus, das Meiste allerdings ein Studio war. "Hier sind wir ....." Hält er Bruce die Tür auf.

Erneut schmunzelnd unmerklich den Kopf neigend, wispert Bruce ein leises "Danke ..." zu dem Größeren, ehe er eintritt ... nun ein tiefes Lächeln über seine Züge huscht, als er genießend die Augen ein wenig verengt, den Blick über die schlichten, doch teuren Regale, die ebenso schlichten Kleiderstangen, die Ware darin wandern läßt. Für einen Moment bleibt der Blick der tiefgrünen Augen des Schlankeren auf dem Schmuck in den Vitrinen hängen ... dann öffnet er jetzt sein Chasuble, geht zu einer der Stangen, sich nun gekonnt durcharbeitend. Kleidung, die ihm gefällt, über seinen linken Arm legend, sie zwischendurch an der Theke ablegend, geht Bruce leise summend weiter, zwischendurch auch ein Hemd oder einen Pullover aus den Regalen ziehend, betrachtend ... Einige davon schnell, gekonnt, wieder zusammenlegend, ehe er sie wieder zurückräumt, sich dem nächsten Modell widmend. Den völlig verblüfften Blick der Verkäufer völlig ignorierend, nickt der Grünhaarige, als er einen ersten Rundgang hinter sich hat - kommt nun zur Theke zurück, lächelt sanft zu dem jungen Mann dahinter, unwillkürlich seinen Charme spielen lassend, ehe er leise spricht. "Könnte ich vielleicht Einige der Schmuckstücke probieren, ob sie passen ?"

Heftig nickend, lächelt der junge Verkäufer zutiefst verlegen, einen Schlüssel holend, schließt er die Vitrine auf, holt er einen der ersten Schmuckkasten heraus, sie auf den Ladentisch stellt. Blickt er nur kurz zu Even hinüber, der sich ebenso durch einige der Regale wühlt, nur kurz aufblickt, zu Bruce, ihm hinübersieht. Wendet er sich schließlich wieder den schwarzen Shirts zu, Bruce machen lässt. Seufzt der junge Verkäufer leise, nun wieder auf die silbernen Ringe sehend, nun auch die andersartige Ringe, aus anderen Metallen hervorholend.

Seine Brauen nun ein wenig senkend, sucht sich der Grünhaarige mit Kennerblick einige der Ringe heraus, probiert sie kurz auf den Zeigefingern oder Daumen, ehe er unmerklich nickt, sie zur Seite legt ... beachtet die goldenen Ringe oder die aus blauem Metall nicht weiter, widmet sich ausschließlich dem Silber, Platin und dem grünen Metall. Nachdem er dann neun Ringe beiseite gelegt hat, nickt Bruce unmerklich ... spricht nun wieder, dabei zärtlich zu dem immer röter werdenden Verkäufer blickend. "An Ringen wären diese hier Alles ... zeigst du mir noch kurz die Armreifen und Ketten ? Ich weiß, daß es schon spät ist, aber ich bin durchaus liquide ..."

Nur kurz nickend, räumt der junge Mann die Ringe wieder beiseite, nun vier weitere Kassetten auf den Tisch legend, die Ketten und Armreifen auf die Theke legend. "Auch die Reifen für Fußknöchel, oder Bauchketten ?" Leise, schüchterne Frage des jungen Mannes, Bruce nur kurz anblickt, schließlich seinen Blick wieder auf Even richtet, der sich noch immer die Mäntel betrachtet, den Beiden keine Aufmerksamkeit mehr schenkend.

"Nur aus Silber und schlicht ..." Fast nebenbei auf die Frage antwortend, begutachtet Bruce nun die Armreifen, sich nur eine der filigranen Platinarmschlangen begutachtend - leise seufzend, da deren Augen aus Rubinen gefertigt wurden. Sich von den Halsreifen nur ein schmales, ebenso filigran gearbeitetes Band aus Platin nehmend, nickt der Grünhaarige, wartet auf die Bauchketten und Fußreifen, während er leise die übrigen Schmuckkassetten schließt, noch immer leise lächelnd den jungen Verkäufer mustert.

Wieder heftig nickend, räumt dieser die Kassetten weg, fast Eine fallen lässt, als er sich nach unten beugt, die Kasetten mit den silbernen Bauchketten hervorholend, ebenso die Fußreifen. Stellt er sie nun wieder auf die Vitrine, den Grünhaarigen anlächelt, sichtlich immer nervöser wird. "Das wäre jetzt alle, mein Herr."

Noch ein wenig tiefer lächelnd, streift Bruce die Hand des Verkäufers, als er eine der Kassetten öffnet, sich nun zwei der schlichten Silberfußreifen herausnimmt ... die Kassette schließt, dabei erneut dessen Hand streift, ehe der Grünhaarige nun die Bauchketten nimmt, begutachtet, eine der Figaropanzerketten genauer betrachtet - schließlich nickt, sie ebenso auf eines der Samttabletts legt, leise spricht. "Ich denke, das wäre Alles, mein Schöner ... bar oder Kreditkarte ? Und pack mir den Schmuck bitte gut ein ..."

Sichtlich bei den Berührungen errötend, blickt der junge Verkäufer zu Bruce, sacht lächelt. Nickt er heftig. "Klar, mach ich......" Beginnt er nun, den Schmuck geübt in die dazugehörenden Samtbeutelchen und Schachteln zu verpacken, sie schließlich in eine größere Tasche räumt. Ebenso nun die Kleidungsstücke einräumend, wie auch den Schmuck gleich verrechnend, werden es vier große Tüten. Stellt er sie nun auf den Ladentisch, sacht lächelnd. Noch immer die Röte auf den Wangen des jungen Mannes liegt, als er sie Bruce reicht. Zu Even sieht, der zu ihm kommt, einen Mantel und ein Paar Stiefel tragend. Stoppt dieser plötzlich, als er in die Nähe von Bruce kommt, seine Brauen zusammenzieht, als er den Geruch des Grünhaarigen einatmet. Kommt er doch zur Kasse, darauf achtet, nicht zu tief einzuatmen.

Sich unwillkürlich zu dem Größeren umdrehend, als dieser neben ihn tritt, huscht ein leises Glitzern durch Bruce Augen ... streifen Even dabei die langen, grünen Haare, ehe Bruce sich wieder zu dem Verkäufer wendet, seine Kreditkarte aus der Chasubleinnentasche fischt, leise spricht. "Ich denke, dies wird genügen ?" Nur unmerklich verlagert sich das Interesse des Grünhaarigen, teilt sich nun ... verlagert sich noch mehr, ehe es für den Empathen zu unbestimmbar wird.

Kurz seine Augen schließend, atmet der Blauhaarige ein, als er nun seine Sachen auf den Kassiertisch legt, der junge Mann schnell die Sachen von Bruce abrechnet. Kommt er junge Mann dann zu ihm, Even nun ebenso zulächelt, errötet. Ziehen sich Evens Brauen kurz ein wenig zusammen. Nickt er, als er den Mantel, die Stiefel bar bezahlt. "Wir sehen uns Joey." Lächelt dieser noch breiter, sich schließlich schnell abwendet, sofort in dem Hinterzimmer verschwindet. Nickt Even nun zu Bruce, sich beherrschend. "Können wir ?" Nimmt er dabei die Taschen des jungen Grünhaarigen auf, seine Eigene selbst noch nehmend.

Die Kreditkarte wieder einsteckend, sieht Bruce ehrlich verblüfft auf den Blauhaarigen, als ihm dieser die Taschen abnimmt ... nickt wortlos, ehe er nun vorgeht, dem Größeren die Tür aufhält, ihm nachgeht, als dieser herausgekommen ist. "Even ... ich ... du mußt sie nicht tragen ..." Leise Verlegenheit, die sich in der Stimme des Grünhaarigen spiegelt, als er für einen Moment die Hand des Blauhaarigen berührt, welche seine Tüten hält.

"Macht nix .... bin ich von Ellis gewöhnt." Die Berührung merklich übergehend, verlässt Even den Laden. Bleibt er nun stehen, zu Bruce blickend. "Wo wohnst du ?" Leise Frage des jungen Blauhaarigen, als er zu Bruce hinunter sieht.

Seine Fingerspitzen noch ein wenig länger liegen lassend, huscht wieder ein leises Schmunzeln durch die Augen des Grünhaarigen ... dann nickt er unmerklich, ehe er leise spricht. "Fairy Garden ... Rosenweg 6. Weißt du, wie wir hinkommen ? Oder soll ich uns ein Taxi rufen ?"

Ein Kopfschütteln des Blauhaarigen, wusste er, wo es war, nur eine halbe Stunde, oder etwas mehr von der Agentur seines Bruders entfernt. "Die paar Meter werds ich schaffen, keine Sorge, außer du willst schneller Zuhause sein." Immer noch die Kühle in der Stimme des Blauhaarigen, auch wenn er innerlich gar nicht mehr so kühl ist.

"Nein ... aber wenn es dir zu schwer wird, sags, dann nehme ich mein Zeug selbst." Leise, fast zärtliche Worte, ehe Bruce nun dem Größeren folgt ... während sie gehen, schweigt, nur manchmal leise vor sich hinsummend. Als sie schließlich in den Rosenweg einbiegen, nickt der Grünhaarige, öffnet Even den Eingang zur Nummer 6 ... geht dann mit ihm zum Aufzug, den obersten Stock anwählend, dort als Erstes aussteigend, zur Tür der Terassenwohnung gehend, sie aufsperrend. Nun als Erstes hineingehend, den Schlüssel auf die Kommode legend, zieht Bruce sein Chasuble aus, hängt es an die Garderobe ... entledigt sich auch seiner Stiefel, ehe er zu Even lächelt, einladend in seine Wohnung weist. "Komm rein ... du bist herzlich willkommen in meiner bescheidenen Hütte."

Nur zögernd eintretend, blickt sich Even um, nur kurz seine Brauen zusammenzieht, das riesige Wohnzimmer betrachtend. Das große Fenster, die schöne Terrasse. Seufzt er leise, als er das Keyboard, die E-Gittare und das Klavier sieht. Überall die Notenblätter, über das ganze Zimmer verteilt. Ebenso die große Anlage, Platten, Cds, den Computer. Nur ein einziger, großer Spiegel, der an der weißen Wand hängt, einige Felle. Streift er ebenso am Eingang seine Stiefel ab, mit dem Fuß nun die Tür zustoßend. Kommt er nun zu den schwarzen Ledercouch, vorbei an den Kerzen und Pflanzen geht. "Wohin damit ?" Leise Frage des Blauhaarigen, der erkannt hatte, daß Bruce sicher auch noch Musiker, nicht nur das Model, das er bei seinem Bruder war.

Leise lachend, nimmt Bruce ihm nun die Tüten ab - stellt sie vor den riesigen Schrank im angrenzenden Schlafzimmer, ehe er zurückkommt, dem Blauhaarigen nun einen Kuß auf die Wange haucht, sich wieder löst, leise lächelnd spricht. "Danke, daß du mir heimtragen geholfen hast, Even. Darf ich dich als Gegenleistung auf einen guten Wein einladen ? Oder wenn du willst ... ich habe auch Wodka da ..." Leiser Schalk, der in den letzten Worten liegt ...

Zögert Even kurz, dann ein wenig nickt. "Von mir aus ......... nen Wodka, wenn's Nichts ausmacht." Zu Bruce hinuntersehend, blickt er kurz zur Seite, den Blick auf eines der Notenblätter werfend.

Leise lächelnd nickt Bruce, dann dem Seitenblick folgend - lacht kurz auf, während er die breite, schwarze Ledercouch freiräumt, die Blätter zu einem Stapel auf dem Tisch zusammenlegend. "Setz dich ... bitte verzeih, daß hier so eine Unordnung ist, aber so kann ich am Besten arbeiten.Mit Eis ? Zitrone ? Oder einfach pur ?" Sich bei den Worten wieder umdrehend, streifen erneut die langen, grünen Haare die Hände Evens, ehe Bruce jetzt in die kleine Küche geht ... den Wodka aus dem Kühlschrank holt, vor der Vitrine mit den Gläsern innehält, auf Antwort wartet.

"Mit Eis bitte......" Setzt sich der Blauhaarige mit dem schwarz gefärbten Strähnen auf das schwarze Ledersofa, blickt er nur kurz auf die Notenblätter, ehe er kurz seine Augen schließt. Mit den Fingern kurz der Berührung der Haare auf seiner Hand nachfährt. Kurz fremden Gedanken verfällt, ehe er tief einatmet, leise seufzt.

Das leise Klirren von Eis gegen Glas, welches jetzt erklingt, als Bruce den Drink auf den Tisch stellt ... sich dabei über die Lehne an Even vorbeibeugt, leise am Ohr des Blauhaarigen wispert. "Mit Eis, wie gewünscht ...."

"Danke ......" Leises Wort des Blauhaarigen, als er den Drink aufnimmt, in kleinen Schlucken trinkt. Blickt er kurz in das Glas, das Eis darin schwenkend. Atmet er wieder tief ein, für einen Augenblick seine Augen schließt. Leise Frage des Schwarzhaarigen, weiß er im Moment nicht, was er machen oder sagen soll. "Du schreibst ?"

Sich nun wieder aufrichtend, holt Bruce ein Glas Rotwein, setzt sich neben den Größeren, sich dabei leicht zu ihm wendend ... trinkt einen genießenden Schluck des Weines, ehe er leise antwortet. "Ja ... gerne und immerzu. Ich liebe die Musik ... habe das Talent meiner Mutter geerbt. Schon als Kind habe ich mit ihr auf unserem Klavier gespielt, gesungen ... nach ihrem Tod habe ich weitergemacht, sehr zum Leidwesen meiner lieben Tanten, die keinerlei Musikverstand besaßen. Mein Herr gab mir schließlich die Möglichkeit, mich völlig zu entfalten, so daß ich auf meiner Heimatwelt mit einigen meiner Freunde eine Art "Boygroup" auf die Beine stellte ... aber letztes Jahr haben wir sie aufgelöst, als wir in verschiedene Welten reisten, griff ich wieder meinen alten Beruf, das Modelln, auf, um meinen Unterhalt zu verdienen. Jetzt schreibe ich nur noch für einige Bekannte, Filmmusik ... oder auch einfach nur für mich." Einen Moment die Augen schließend, seufzt Bruce jetzt leise .... blickt dann wieder zu seinem Gebenüber, verlegen dabei lächelnd. "Verzeih ... ich habe dich zugeschwallt. Ich ... kenne nur leider so Wenige, die Musik mögen ..." Nun wieder schweigend, schließt Bruce erneut seine Augen ... nimmt einen Schluck aus seinem Glas, ehe er die Augen wieder öffnet, den rubinroten Wein betrachtet.

Hörte Even Bruce zu, dann sacht nickend. Trinkt er den Rest seines Wodkas aus, das Glas nun auf den Tisch stellend. "Nein, ist in Ordnung, ich höre gerne zu ....." Den Rest seiner Gedanken für sich behaltend, richtet er sich nun wieder auf. Bruce einen Augenblick ansehend. Fühlte er sich im Moment ein wenig unwohl, nicht so recht weiß, was er machen soll, noch nie in solch einer Situation gewesen ist. Bisher die Models, Angestellten seines Bruders für ihn tabu gewesen sind. Würde ihm David eh schon den Kopf abreißen, wenn er erfahren würde, das er bei Bruce einen Wodka getrunken hatte.

Den Größeren musternd, lächelt Bruce nun sacht ... trinkt einen weiteren Schluck seines Weines, ehe er das Glas auf den Tisch stellt, innehält ... den Kopf leicht neigt, ehe er die Augen zur Hälfte schließt, leise spricht. "Wenn du nicht hier sein möchtest, dich unwohl fühlst ... du kannst gerne wieder gehen, Even. Ich ... war wohl ein wenig übereifrig ... bitte verzeih mir dafür."

Kurz seine Augen bei den Worten Bruce schließend. Hatte er das eigentlich nicht gewollt. Nickt er dann sacht zu sich selbst, seine Augen öffnet. "Nein ..... ist schon in Ordnung. Ich ....." Hebt er seine Hand, das Kinn des Grünhaarigen berührend, als er kurz mit den sanften Krallen über die dunklere Haut streicht, über dessen Lippen, als er sich sacht nach vorne beugt, Bruce schließlich küsst. Schließt er dabei seine Augen, erst nach einigen Augenblicken seine Lippen wieder von denen Bruce lösend. Blickt er diesem in die grünen Augen, sich seine kurz verengen, ehe er sie wieder ganz schließt, das Kinn des jungen Mannes loslässt. Steht er sofort auf, sich von Bruce abwendet. "Es tut mir leid, entschuldige, ich weiß nicht ......" Weiß er nicht, was ihn in diesem Moment geritten hat, nimmt er seine Tasche mit dem Mantel und Stiefel auf, zu seinen Schuhen hinübergeht, sie sofort anzieht. "Danke für den Wodka ......" Die Tür öffnet, sie leise hinter sich schließt, die Treppen wie vom Teufel geritten hinunterstürmt.

Den Kuß sichtlich auskostend, sieht Bruce dem Größeren hinterher, als dieser sich löst, verabschiedet ... seufzt dann leise, nur zu deutlich die Schritte auf der Treppe hören könnend, die Tür, die ins Schloß fällt, ehe er das Wodkaglas aufnimmt, den letzten Tropfen vom Glasrand abküßt, leise wispert. "Bitte, Even ... und du mußt dich für Nichts entschuldigen. Wenn, dann müßte ich es, weil ich dich verführt habe ..." Das leere Glas nun auf den Tisch stellend, seufzt Bruce erneut, die Worte in der leeren Wohnung verhallen lassend ... berührt kurz mit der Hand das noch warme Leder, auf dem der Blauhaarige gesessen hatte, ehe er nun aufsteht, das Weinglas aufnehmend, ins Schlafzimmer geht. Sich leise seufzend ausziehend, in die weichen Felle des großen Bettes legend, schließt der Grünhaarige nun seine Augen ... schläft dann langsam ein, noch im Einschlafen kurz an Even denkend.

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"Zisch ab !" Brüllt Even laut, seinem Bruder das Kissen an den Kopf wirft. Seufzt David leise, nickt dann schließlich, das Zimmer wieder verlässt. Bleibt Even liegen, sich bis zum Hals unter die Decke vergraben hatte. Den Kopf in das andere Kissen gedrückt. Seufzt er leise, in dem völlig dunklen Zimmer nur das sanfte Licht der Ziffern seines Weckers zu sehen sind. Seufzt er leise, als er unter seine Decke kriecht, an den letzten Abend denkt. Was hatte er sich eigentlich dabei gedacht ? So einfach das Modell seines Bruders abzuschlabbern ? Flucht er laut vor sich hin, als er sich von der Decke befreit, schließlich die Läden öffnend, hinausblickt. Drischt er kurz mit der Faust gegen den Holzrahmen, das Knacken seiner Knöchel ihn dazu bringt, nicht nochmals dagegen zu hauen. Setzt er sich leise seufzend auf das Bett, schließlich tief einatmend aufsteht, in das Bad geht. Zieht er die dunkelsten Klamotten an, die er finden kann. Blauen Lidschatten auftragend, ebenso etwas Kajal, achtet er darauf, nicht zu dumm auszusehen. Legt er nun seine Ringe an, die Stachelbänder um den Hals, seine Handgelenke, ebenso die Ketten um seine Hüften schlingt, schließlich nach der pechschwarzen E-Gitarre greift. Verlässt er nun das Zimmer, die Treppen hinuntereilend. Seine Gedanken immer noch um den Grünhaarigen kreisen, sie einfach nicht los wird.

Just genau in diesem Moment kommt Bruce durch die Türe herein, zur Arbeit kommend ... reagiert sofort, als er geschmeidig über den Größeren drüberspringt, für einen Moment mit den Fingerspitzen seiner Linken dessen Wange streift, ehe er hinter ihm wieder weich landet, leise dabei lacht. "Du solltest aufpassen, daß du Niemand über den Haufen rennst ..."

Nur kurz stoppend, als Bruce ihm so geschickt ausweicht. Er sehr wohl spürt, daß ihn Bruce an der Wange berührt hatte. Den Sprung gar nicht weiter beachtend, öffnet Even die Türe wieder, die zugefallen war. Nickt er nun sacht, als er das Haus verlässt, zu dem silbernen Van geht, seine Freunde begrüßt, die schon warten, leise lachen, als der nun in schwarz Gekleidete zu ihnen kommt.

Even durch die nun langsam zufallende Tür betrachtend, schmunzelt der Grünhaarige leise, als er zusieht, wie dieser in den Van steigt ... dreht sich erst dann wieder um, geht den Gang entlang, David zulächelnd, als er in das Studio tritt, nun seine Arbeit beginnt.

Hatten sie den ganzen Tag über noch weitere Fotos gemacht. Waren sie schließlich am Nachmittag fertig geworden, hatte David dann zusammen mit einigen der Models das Layout des Magazins entworfen. Hatten sie noch bis zum Abend daran gearbeitet, bis das Layout nun endlich feststand. Seufzt David leise, als er das Layout zu Bruce hinüberschiebt. "Und, was meinen Sie ?" Blickt er nur kurz auf, als sich eine der Damen verabschiedet, nach Hause geht. Lächelt er sacht, sich nun wieder Bruce, dem Layout zuwendet.

Sich die ganze Zeit zuvor zurückhaltend, setzt sich der Grünhaarige jetzt, blättert die Seiten durch, ehe er schließlich anerkennend nickt. "Sie verstehen ihr Fach, Herr Natahe. Ich denke, ihr Kunde wird höchstzufrieden sein." Für einen Moment innehaltend, streicht sich Bruce jetzt eine der langen Ponysträhnen nach hinten, ehe er liebevoll zu dem Indianer lächelt, die Augen ein wenig verengt. "Wann ... soll ich Morgen herkommen, Herr Natahe ?"

Blickt der Indianer auf, noch immer auf dem Stuhl sitzt, lächelt er nun sacht. "Ich denke, so gegen Zehn ? Ich werde Heute noch die Fotos entwickeln können. Und da Even Heute eh nicht mehr kommt, werde ich die ganze Nacht dazu brauchen." Steht er nun auf, Bruce so mehr oder weniger eine Abfuhr auf sein Angebot macht. Lächelt der Indianer sacht. "Ich wünsche Ihnen noch eine gute Nacht, Herr O'Connel."

"So wie ich auch ihnen, Herr Natahe ... und spannen sie rechtzeitig aus." Nun ebenso aufstehend, vertieft sich das Lächeln des Grünhaarigen ... nickt er unmerklich, ehe er sich sein Chasuble nimmt, leise summend die Tür hinter sich schließt. Draußen das Chasuble zuknöpfend, läuft Bruce, noch immer leise summend, den Weg zu seiner Wohnung - zieht sich dort am Eingang die Stiefel und den Mantel aus, ehe er sein Hemd öffnet, es ebenso wie die Hose im Schlafzimmer auf den Stuhl legt ... nunmehr nackt den Schrank öffnet, sich die Kleidung darin betrachtend. Kurz nickend, holt er schließlich ein weites, pechschwarzes Hemd hervor, dessen Säume silbern eingefaßt sind ... passend dazu eine pechschwarze Hose aus weichem, ebenso schwarzem Stoff, die sich hauteng an seine Beine schmiegt, nur am Schritt ein wenig weicher liegt. Die ebenso silberfarbenen Nähte leise lächelnd begutachtend, schlüpft Bruce nun in etwas höhere Stiefel aus schwarzem, enganliegendem Leder ... legt sich dann eine lange, silberne Figaropanzerkette einmal eng um die Hüfte, die langen Enden an der Seite herabhängen lassend, ehe er über seine schlanken Hände je zwei schmale, runde Silberarmreifen stülpt, eine große, silberne Creole in sein linkes Ohr steckt, die Ringe abnimmt, eine ebenso schlichte Figaropanzerkette aus glänzendem Silber um seinen Hals legt. Noch einmal mit der Bürste durch seine Haare kämmend, setzt sich Bruce an seinen Schminktisch ... lackiert nun seine langen, leicht blauschimmernden Nägel wieder in warmen Grün, ebenso wie er seine Lider dezent mit Grün betont, die Konturen der schmalen Augen mit sachtem Kajal nachzeichnet. Nun kurz zu seiner Erscheinung nickend, nimmt sich Bruce jetzt ein schwarzes, weich fallendes Samtcape heraus, dessen hoher Kragen mit einer Silberschlange gehalten wird ... steckt sich dann den Geldbeutel in die Gesäßtasche, den Schlüssel in eine der vorderen Taschen, ehe er wieder auf die Straße geht, sich dort ein Taxi ruft, leise lächelnd einsteigt. "Bitte bringen sie mich in eine der Dicsos, in der mein Kleidungsstil gepflegt wird ... aber bitte keine Spelunke."

"Gut, wie sie wollen. In der Stadtmitte gibt's es eine größere Disco ..... wenn Sie wollen, bring ich Sie hin." Dreht sich der Taxifahrer zu Bruce um, auf eine Antwort wartet.

Dieser lächelt nur noch ein wenig tiefer, ehe er dem Taxifahrer sanft über die Wange streicht ... nahe zu ihm kommt, leise wispert. "Gerne .... bringen sie mich auf dem schnellsten Wege dorthin, ich werde auch nicht mit dem Trinkgeld geizen." Sich nach diesen Worten wieder zurücklehnend, nickt Bruce nach vorne ... schließt nun das Cape um sich, ehe er den Gurt anlegt, darauf wartet, daß der Fahrer losfährt.

Nickt der Fahrer heftig, sofort Gas gibt, zu der Disco fahrend, die er genannt hatte. "Heute gibt es dort eine Lifegruppe .... allerdings nur eine Kleine, die in der Stadt hier unter diesen ‚Gothiks' bekannt ist. Wenn sie mich fragen ...... eine schöne Stimme, die total mit dieser Musik versaut wird." Beeilt er sich, so schnell wie möglich dorthin zu kommen, jede Abkürzung nutzend, ihm das Trinkgeld nicht gerade unwichtig ist. Bleibt er schließlich vor der Discothek stehen, mit dem Kopf darauf deutend. "Hier sind wir ...."

Sich nun abschnallend, nickt Bruce unmerklich ... gibt dem Fahrer nun das Dreifache des Fahrtpreises, ehe er wortlos aussteigt, sich die Disco betrachtet - leise lächelt, als er die lange Schlange am Eingang sieht. Nun an der Schlange vorbeigehend, öffnet der schlanke Sänger sein Cape, erklingt Nichts weiter als das leise, helle Aneinanderschlagen der Silberarmreifen ... streicht er sich sacht mit der Linken durch die langen, grünen Haare, ehe er samten zu dem Türsteher spricht, die Reaktionen der in der Schlange stehenden Leute nicht weiter beachtend. "Darf ich eintreten ?"

Ein kurzes, leises Tuscheln, das durch die Schlange geht, Einige leise kichern, Viele verlegen lächeln, dahinschmelzen. Blickt der Türsteher nun auf den jungen, kleineren Mann, begutachtet er ihn sich eine Weile, schließlich freundlich lächelt, nickt. "Aber sicher doch, mein Herr." Tritt er beiseite, einige der Drängler zurückstoßend, lässt er Bruce durch, ihm nachsieht. "Wünsche noch eine schöne Nacht..."

Dem Türsteher noch eine Kußhand zuwerfend, tritt Bruce nun zu der Garderobe, die silberne Schlange öffnend, die sein Cape hält ... wispert der errötenden Garderobiere Etwas ins Ohr, ehe er mit den Lippen über ihre Wange streicht, ihr das Cape reicht, den Bon entgegennimmt. Nun wieder leise lächelnd, sieht der Grünhaarige ihr hinterher, ehe er sich umdreht ... die Disco betritt, der sich sacht seinen Bewegungen anpassende Silberschmuck im dunklen Schwarzlicht ebenso hell strahlt wie die silberfarbenen Säume und Nähte seiner Kleidung, als er geschmeidig in der Musik zu der Mitte der Tanzfläche tanzt, seinen Blick dabei schweifen läßt.

Aufgeregt hinter dem Vorhang vorlinsend, seufzt Ellis leise, zu Neo blickt. Küsst sie ihn sacht auf die Wange. Tritt Even hinter die Beiden, nickt. "Ja, das wird unser erster, größerer Gig .... wir bekommen eine Menge Geld dafür, also müssen wir uns bemühen." Nicken die Beiden heftig, als auch Griffin, Kate und Joel kommen, leise seufzend ebenso hinter dem Vorhang stehen. "Dann sing du gescheit, dann gefällts auch Jedem." Schweigt sich Even aus, als er nickt. "Wir warten nur noch auf das Zeich ....." Unterbricht er sich kurz, als er den Vorhang ein wenig mehr zur Seite schiebt, einen grünen Schopf sieht. Grummelt er leise vor sich hin, dann seinen Satz beendet. "Wir warten nur noch auf das Zeichen, dann legen wir los." Streicht er sich kurz mit einer der blauen Krallen über das Kinn, schließlich nickt. Beschließt, sich nicht von Bruce beirren zu lassen, sollte er es sein.

Als die Musik leiser wird, ebenso wie die Anderen auf der Tanzfläche zu tanzen aufhörend, wartend, sieht Bruce sich nun ein wenig um ... beachtet die unter seinem Blick tief errötenden Leute um sich herum nicht weiter, wartet ebenso wie diese nun auf die Band, die nun live auftritt.

"Also dann, schiebt eure Ärsche da raus....." Sind die Sechs mehr als nur nervös, als zuerst Ellis hinausgeht, von Neo gefolgt, schließlich Kate, Joel und Griffin, als Letzter der über zwei Meter große Blauhaarige folgt, stur, ohne jegliches Gefühl, auf das Micro zugeht, es schließlich mit seinen Fingen umschließt. Man die silbernen, langen, krallenähnlichen Ringe sehen kann. Seufzt er leise, als er seine Augen schließt, schließlich eine Zeitlang wartet, ehe die junge, lilahaarige Frau auf ihrer E-Gitarre zu spielen beginnt. Neo erst nach einigen Augenblicken mit dem Bass einfallend, Kate mit dem Schlagzeug. Joel das Keyboard übernehmend, so wie Griffin die zweite Gitarre. Beginnt Even nun langsam zu summen, seine Stimme erst nach wenigen Augenblicken erhebend. Dunkel, düster, wie kein Zweiter klingt die Stimme rauh, dennoch samten, angenehm. Hatte Even sehr wohl Bruce bemerkt, aber seinen Blick nicht auf ihn geheftet. Singt er nun, gilt alleine das für ihn.

Mit sich verengenden, leise glitzernden Augen die Band betrachtend, huscht ein leises Leuchten durch deren tiefes Grün ... beginnt der schlanke Sänger nun, ebenso wie die Leute um ihn herum, zu tanzen. Leises, im Takt harmonierendes Klingen der schmalen Silberreifen, das nun bei jeder geschmeidigen Bewegung erklingt ... richtet Bruce seine Augen, seinen gesamten Körper nur auf den blauhaarigen Sänger, die tiefe Stimme genießend, welche fast wie weiche Hände um ihn streicht. Nun unbewußt die Intensität seines Charismas verstärkend, ebenso wie die Geschmeidigkeit seines Tanzes, beachtet der Grünhaarige die Leute um sich herum nicht mehr, als er dem Ende des Liedes lauscht ... Even nach einigen Herzschlägen ein Anderes anstimmt, ebenso düster, fragend, fast klagend. Leise summend, verfolgt Bruce dieses Lied ... verstärkt sich sein Summen nun, ehe er mit seiner tiefen, doch höheren, klaren Stimme Even antwortet, den Text, die Melodie des düsteren Liedes mit seinen Worten ergänzt, ihrer beider Stimmen sich dabei umspielen.

Ist das Öffnen seiner schmalen Augen die einzige Reaktion des Blauhaarigen. Seinen Blick nicht auf den Grünen legend. Singt er einfach weiter, sich nicht von den Worten Bruce stören lässt. Auch wenn jede Antwort auf seine Frage schmerzend für ihn ist, macht er weiter, nach einer Weile gar nicht mehr zuhört, sich auf die Musik im Hintergrund fixiert, Nichts mehr um sich herum beachtet. Ebenso wenig den Aufruhr der Leute, deren Nervosität Schließt Even wieder seine Augen, einfach singt.

Seine Stimme einfach fließen lassen, langsam wieder verklingen, als das Lied sich ändert, tanzt Bruce weiter, die Massen um sich nicht mehr sehend, den Blick nur auf den Blauhaarigen gerichtet ... erwacht, ohne daß es dem Grünäugigen bewußt ist, sein Charisma, seinen Gefühlen folgend. Sich nur auf Even richtend, ausschließlich auf ihn, färbt dessen Wirkung, unterstützt durch die tiefe, erotisierende Stimme des Blauhaarigen immer deutlicher auf die Massen in der Disco ... wird es noch verstärkt durch die peitschende Musik, die in der Dunkelheit aufblitzenden Lichter.

Seine Stimme langsam verklingen lassend, summt Even nur noch vor sich hin, als auch schließlich die Musik völlig verklingt, nur einige Sekunden dauert, bis sie erneut zu spielen beginnen, diesmal von Anfang an der hämmernde Bass. Nickt Even zu Griffin, der nur kurz stutzend nach vorne kommt, das Micro nimmt, das ihm der Blauhaarige reicht. Verschwindet dieser sofort hinter der Bühne.

Even nachsehend, seufzt der Grünhaarige leise .... nickt dann zu sich selbst, ehe er geschmeidig die Tanzfläche verläßt, ohne Jemanden anzurempeln, sich nun am Rand umsieht. Als Bruce den großen Bodyguard etwas weiter von der Bühne entfernt, an der Tür nach Hinten stehen sieht, seufzt er leise ... holt dann, ohne daß es von den Anderen gesehen werden kann, zwei sehr hohe Scheine aus seinem Geldbeutel, ehe er ihn wieder einsteckt, nun zu dem Bodyguard geht. Dessen skeptischen Blick mit einem sanften Lächeln begegnend, kommt Bruce jetzt nahe zu diesem, berührt schließlich dessen kräftige Brust - zieht dann den Kopf des Bodyguards mit einer Hand sacht zu sich herab, ihn nun tief, zärtlich küssend, ehe er ihn losläßt, die Scheine in dessen Hosentasche steckt, samten in dessen Ohr wispert. Seine Hand ein wenig länger in der Tasche verweilen lassen, lächelt der Grünhaarige nun tief, als der Bodyguard tief errötet, schließlich nickt - nimmt nun seine Hand wieder heraus, streicht dem Großen unmerklich über die Wange, ehe er an ihm vorbei nach Hinten geht. Fast sofort, als die Tür sich hinter Bruce schließt, herrscht fast fühlbare Stille im Vergleich zu dem Lärm, der lauten Musik draußen ... folgt der Grünhaarige dem Gang, nur kurz an der Tür zu der Umkleide der Sänger verweilend, unmerklich den Kopf dabei schüttelnd. Even war nicht hier ... das konnte Bruce fühlen, hören. Leise seufzend dem Gang weiterfolgend, kein Geräusch dabei verursachend, horcht der Grünhaarige nun auf, als er ganz am Ende ein leises Geräusch hört ... kommt nun näher, stutzt kurz, als er auf die Tür der Abstellkammer blickt, ehe er zögernd den Griff herabdrückt, die Tür öffnet ... lautlos hinter sich schließt, sich dagegenlehnt, nun auf Even sieht.

Selbst, als Bruce die Abstellkammer betritt, hebt Even seinen Kopf nicht, noch immer zwischen seinen Knien ruht, die Arme um die langen Beine geschlungen hält. Blickt er nicht auf, als er leise, dunkel spricht. Beherrscht er sich mühsam, daß seine Stimme nicht zu sehr zittert. "Was willst du hier ?" Ihn die Gefühle des Grünhaarigen irritieren.

Bei den Worten ein wenig näherkommend, schließt Bruce seine Augen, als er den Blauhaarigen fast erreicht hat ... kann er es an dem zitternden Atem hören, daß Even weint, auch wenn dieser es zu verbergen sucht. Ohne, daß der Schlankere es sich bewußt ist, verstärken sich dessen Zuneigung, die leise Sorge ... ebenso wie dessen Schuldgefühl, als er leise spricht, seine Hand zu dem bebenden Rücken Evens hebt, ihn jedoch nicht berührt. "Ich ... habe dich verletzt, das kann ich fühlen, auch wenn ich kein Empath bin. Das wollte ich nicht ... Niemals. Bitte verzeih mir ...."

Nur ein leises, verhaltenes Schluchzen des Blauhaarigen, schüttelt er seinen Kopf, ohne ihn zu heben. "Nein, hast du nicht ..... ich .... es ist nur ....." Verstummt er dann schließlich, seinen Kopf hebt, wischt er sich mit dem Ärmel seiner Jacke die verlaufene Schminke, den Kajal ab. ".... es tut immer noch weh ....." Leises Flüstern des jungen Mannes.

Nun zu Even kommend, kniet sich der Grünhaarige vor diesen ... fängt zärtlich mit seiner Linken die noch immer sickernden Tränen, nickt unmerklich zu den Worten, ehe er leise wispert. "Das fühle ich, Even ... erzähl es mir. Manchmal, wenn alte Wunden schmerzen, ist es gut, die Narben wieder aufzureißen, damit die Wunden richtig verheilen können ... und ich höre dir zu."

"Ich weiß nicht, ob ich kann .... bisher hat Niemand mit mir darüber gesprochen. Seit er tot ist .... und ich bin daran schuld. Ich habe ihn in den Tod getrieben....." Blickt er nun zu Bruce, sich nun sichtlich zusammennimmt.

"Wer, Even ? Und weshalb ist er gestorben, du daran schuld ?" Für einen Moment verstummend, nimmt Bruce erneut die noch immer rinnenden Tränen auf ... streicht zärtlich über die geröteten Wangen des Größeren, ehe er wieder leise, liebevoll spricht. "Ich höre dir zu, Even. Rede auch mit dir, wenn du es wünscht ... wann immer du es möchtest."

Kurz leise schluchzend, beginnt Even zögernd zu sprechen, ehe er seinen Blick wieder von Bruce nimmt, gegen die Wand der Abstellkammer starrt. "Er war das Model meines Bruders. Er war schön, und sehr gut. Wirkte edel ... er war Alles das, was ich nicht war. Aber er wollte schon immer ein Tänzer sein. Ich ... ich habe ... ich habe eine Tanzschule .... ich habe ihn schließlich zu mir genommen und habe ihm das Tanzen beigebracht. Er war gut ..... mehr als das. Ich freute mich, er wurde immer besser, und innerhalb weniger Jahre so gut wie ich, wofür ich mein bisheriges Leen dafür gebraucht habe. Und schließlich verliebten wir uns ... er, er wurde mein Lebensgefährte. Doch .. dann ......." Schluckt er trocken, seine Augen schließend, schluchzt er nochmals zittrig. "Ich ......"

Für einen Moment zögert Bruce ... dann kommt er leicht nach vorne, legt vorsichtig seine Arme um den Größeren, ehe er ihn zu sich zieht, leise, beruhigend schnurrt ... schließlich unwillkürlich in Evens Geist spricht, die Zuneigung des Grünhaarigen ebenso wie dessen leise Sorge, ehrliche Anteilnahme, der Wunsch, helfen zu können, in den leisen Worten schwingen. ##Was, Even ? Laß es raus ... teile deine Last mit mir.##

Wieder sacht nickend, spricht der junge Mann nun weiter, absichtlich seine Gedanken nicht benutzend. "Ich habe ihn immer aufgebaut gehabt, stetig. Ich habe ihm gesagt, daß er es schafft. Und er gab sich viel Mühe. Aber nach einer Zeit, wollte er mehr ..... er widmete sich ganz dem Tanzen. Und ich merkte, daß ich nur noch das Zweitwichtigste in seinem Leben war. Und nach einiger Zeit kam ich zu ihm, und sagte ihm ..... ich ..... er müsse sich entscheiden .... ich ging dann schließlich, als er sich für das Tanzen entschieden hat. Wir hatten für etwas Großes trainiert gehabt. Und dort ging er hin und tanzte vor, aber sie haben ihn nicht genommen. Er war so frustriert, weil er Beides verloren hatte, daß er ....... daß er ........" Flucht er leise vor sich hin. "Verdammt !" Bricht er fast wieder zusammen, leise schluchzt. "Er hat sich umgebracht.... dieser Arsch. Anstatt, daß er zurückgekommen ist ......." Kann er sich nun nicht mehr halten, wieder einfach losweint, seinen Kopf auf die Knie legt. Es ihm egal ist, ob Bruce noch da ist, oder nicht.

Für einen Moment seinen Blick senkend, nickt der Grünhaarige schließlich ... streicht dann sanft, zärtlich, über den bebenden Körper des Größeren, ehe er sich nun neben ihn setzt, ihn stützt, weinen läßt. Erst nach einer Weile erklingt Bruce leise Stimme, spricht er sanft zu dem noch immer Weinenden. "Manchmal ... sucht eine Seele nach Etwas, das Andere nicht verstehen ... ein Ziel, neben dem alles Andere zurücksteht. Und manchmal ... ist eine Seele so voll Schmerz, daß sie nur Erlösung sucht ... Stille, Ruhe, nicht mehr verletzbar sein will. Solche Seelen zu halten, zerstört sie mehr, als sie gehen zu lassen ... auch ... wenn es einen Selbst verletzt ..."

Schüttelt Even sacht den Kopf, als er sich wieder aufrichtet, zu Bruce blickt. "Ich hätte ihn nicht verlassen dürfen, ich hätte ihm den Halt geben sollen, den er gebraucht hätte, für ihn da sein ... aber ich war es nicht, und warum ? Weil ich nur an mich gedacht habe, ich es nicht ertragen konnte, dass das Tanzen mehr zu seinem Leben gehörte, als zu mir." Rinnen die letzten, salzigen Tränen über seine Wangen, als er sich zu Bruce umdreht, diesen aus den verheulten Augen anblickt.

Erneut leise seufzend, nickt Bruce auf diese Worte ... dann erwacht wieder ein Lächeln in seinen Augen, als er leise spricht, erneut sanft mit den Fingerspitzen die herablaufenden Tränen fängt. "Vielleicht, Even ... doch warum soll das falsch sein ? Nicht geliebt zu werden, oder nicht genug ... verletzt. Sich nicht zu wehren, wenn man verletzt wird, führt nur zu Schlimmeren, ebenso, wie es zu dulden. Manche Menschen ... können das ertragen, immer und immer wieder zurückgewiesen, verletzt zu werden, bestärken so den Verletzenden ... manche jedoch nicht. Sie wehren sich ... und auch dadurch kann es schlimmer werden. Dein Gefährte ... er hatte seinen Weg gewählt, schon lange. Nun ist es an dir, ihn gehen zu lassen ... ihm Frieden zu geben, so wie auch dir." Nun wieder verstummend, streicht Bruce sanft, zärtlich, durch die blauen Ponysträhnen ... läßt seine Hand einen Moment an der Wange des Größeren liegen, ehe er sie wieder leicht zurückzieht, unmerklich seufzt.

Bruce noch immer aus den blauen Augen ansehend, zögert Even einen Moment, ehe er leise weiterspricht. "Ich habe mir schon oft überlegt, ob ich ihm nicht folgen soll .. es einfach beenden. Ich liebe ihn noch immer ........" Verstummt er jetzt, nun völlig schweigt, kein weiteres Wort mehr spricht. Wendet er sich wieder von dem Grünhaarigen ab, noch einmal schluchzend sich das Gesicht trocknet, nickt er nun wieder fest.

Even nun seine Hand an die Wange legend, dessen Gesicht zu sich wendend, schüttelt Bruce unmerklich seinen Kopf, fixiert den Größeren mit seinen tiefgrünen, nunmehr härter gewordenen Augen ... spricht jetzt leise in dessen Gedanken, klingen sowohl tiefe Sicherheit, wie auch seine Zuneigung, sein fester Wille in den leisen Gedanken. ##Nein, Even. Ehre ihn ... lebe für ihn. Wenn er dich verließ, weil er nur mit dem Tanz glücklich werden konnte, dann liebte er dich so sehr, daß er dich gehen, leben lassen konnte. Du liebst das Leben ... lebe für Andere, lebe für dich. Sei du selbst ... und offen für das, was das Leben dir bieten kann. Der Freitod wäre einfach ... doch er ist nicht für solche wie dich geschaffen.##

Den Kopf nur sacht schüttelnd, nimmt Even die Hand des Grünhaarigen, sie kurz ansieht, ehe er sie auf den Schoss des jungen Mannes legt, er schließlich aufsteht. Blickt er zu ihm hinunter, sacht, kaum erkennbar lächelt. "Aber ich habe Nichts mehr, das ich so sehr liebe, daß sich mein Leben lohnt. Mein Bruder kann mich nicht ausstehen, er duldet mich, ja, aber sonst auch Nichts. Meine Freunde sind alle fort .. gegangen. Und meine Band ? Sie sind auch ohne mich gut ....." Geht er nun zu der Tür der Abstellkammer, seine Hand auf den Griff legt, kurz zögert, sich noch einmal umdreht. "Danke, daß du mir zugehört hast. Du bist der Erste, der das getan hat." Öffnet er dann die Türe, sie aber nicht völlig schließt, als er Bruce alleine sitzen lässt.

Unmerklich den Kopf schüttelnd, seufzt der Grünhaarige jetzt leise ... steht dann auf, lehnt sich in den Türrahmen, Even hinterhersehend, ehe er seine Augen schließt, leise, doch klar in dessen Gedanken spricht. ##Ich habe dir gerne zugehört ... vielleicht ... gerade wegen dem, das du für dich, dein Herz, suchst. Manches ... kann man auch vor einem Empathen verbergen, Even.## Seine Gedanken sanft wieder lösend, schweigt der Grünhaarige jetzt ... seufzt leise, als er den Jubel der Menge selbst bis hier herunter hört.

Kurz bei den Gedanken stehenbleibend, wendet er nur seinen Kopf zur Seite, Bruce aber nicht ansehen kann. ##Ja, vielleicht ..... aber für wie lange ? ....## Wendet er sich nun wieder ab, die Treppen hinaufgeht, zurück, um weiterzusingen.

Seinen Blick bei den Gedanken des Blauhaarigen hebend, erwacht wieder ein leises Lächeln in den tiefgrünen Augen ... zeigt sich schließlich auch in den hübschen Zügen, als Bruce sich nun abstößt, ebenso wie der Größere vor ihm den Weg zurückgeht. Nur für einen Herzschlag an der Umkleide der Band innehaltend, schickt er seine Gedanken zu Even ... öffnen sich nur für einen Augenblick die Gefühle des Grünhaarigen weiter als bisher, ehe sie wieder verstummen. ##Bis du es mir gestattest, Even. Bis dahin ... werde ich Geduld haben. Ich habe Zeit ... ich bin langlebig.##

Ein sachtes, verborgenes Lächeln, erwidert er Nichts auf die Gedanken Bruce. Geht er nun weiter, kurz zu ihm sieht, ehe er nun völlig auf der Bühne verschwindet, schließlich wieder Griffin das Micro abnimmt, zu singen beginnt.

Für einen winzigen Augenblick huscht ein leises Glitzern durch Bruce tiefgrüne Augen, als er Even betrachtet ... dann nickt er unmerklich, ehe er sich durch die angeheizte Menge schlängelt, an der Garderobe sein Cape wiederholt, der erneut errötenden Garderobiere eine Kußhand zuwirft, so daß diese noch mehr errötet. Die Disco nun wieder verlassend, seufzt Bruce leise ... erwacht wieder ein unmerkliches Lächeln auf seinen Zügen, als er im Schatten auf der anderen Straßenseite den jungen Bodyguard entdeckt, die Straße jetzt überquert - den jungen Mann nun sanft küßt, sich bei ihm unterhakt, leise in dessen Ohr wispert, ehe sie in dessen Auto einsteigen, weiter in die Innenstadt fahren.

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